Kamera und Radar sind in russischer Mega-Mine Gold wert

Goldminen gehören zu den anspruchsvollsten Arbeitsumfeldern weltweit. Riesige Minenbaufahrzeuge trotzen jeden Tag rauen Bedingungen. Gründe genug für PJSC Polyus, sämtliche Fahrzeuge der gigantischen russischen Olimpiada-Mine mit Kameras, Radaren und Monitoren auszurüsten.

Es ist harter Winter am Rande der Welt, 500 Kilometer nördlich von Krasnojarsk in Sibirien. Die Temperatur liegt bei 45 Grad unter Null und es schneit. Aber davon lassen sich die mehreren hundert Mitarbeiter von Russlands größter Goldmine nicht entmutigen. Riesige Minenbaufahrzeuge bahnen sich ihren Weg über die kilometerlangen Straßen entlang des Rands der Olimpiada.

Herausforderungen in einer der weltweit größten Goldminen
Die Sicht ist minimal und wird immer schlechter, da die Dieselschwaden nicht abziehen können. Aber in der Kabine seines Kippers sieht Aleksandr immer noch genau, wohin er fährt. Dank des RadarEye von Orlaco. Das RadarEye kombiniert eine Kamerasicht mit einer Radarerkennung sich nicht bewegender und sich bewegender Objekte bis auf eine Entfernung von über 20 Metern.

Akustische Warnsignale und tote Winkel im Blick
Das System gibt, wenn Aleksander in die Nähe des Straßenrands und somit zu dicht an den steilen Rand der Minenstraße kommt, ein akustisches Warnsignal ab. Kommt ihm jemand beim Zurücksetzen mit dem Kipper in die Quere? Das kann er auf seinem Monitor sehen. Dieser zeigt eine transparente Erkennungszone sich überlagernder toter Winkel rund um das Fahrzeug an.

PJSC Polyus: tonangebend auf dem weltweiten Goldmarkt
Die Olimpiada ist die wichtigste und größte Mine von PJSC Polyus. Hier arbeiten ca. 3.100 Menschen, die im letzten Jahr 1.173.000 Unzen (1 Unze sind ca. 31 Gramm) Gold gefördert haben. Insgesamt befinden sich mit Sicherheit noch 28 Millionen Unzen Gold im Boden. Aber PJSC Polyus verfügt auch in anderen Minen über gigantische Reserven. Dadurch gehört der Betrieb zu den größten Goldproduzenten der Welt.

Optimale Sicht aus dem Bagger beim Beladen der Kipper
Und kann daher mit einem beeindruckenden Fuhrpark aufwarten. Aber nicht nur die Fahrer der Kipper haben einen Vorteil durch RadarEye. Denn auch die Bagger, die die Lkw beladen, wurden vom russischen Partner der Orlaco, der VIST Group, mit dem System ausgestattet. Die Bediener haben nun auf ihrem Monitor den Motor, die Kabel, die Schaufel und das Gegengewicht im Blick. Hierdurch können sie die kontinuierlich an- und abfahrenden Kipper in jeder Situation flexibel und kontrolliert beladen.

Fahrer bestanden bei Installation von Kameras und Radar auf Piloten
„Die schlimmste Zeit des Jahres ist um Februar und März herum. Da fällt so viel Schnee und es ist so windig, dass man in der Mine kaum noch etwas sieht. Wir haben so ziemlich alles ausprobiert, um die Sichtprobleme zu lösen, aber nichts hat funktioniert. Bis wir mit dem RadarEye ein Pilotprojekt durchgeführt haben. Die Fahrer bestanden darauf, dass alle Fahrzeuge mit Kameras und Radar ausgerüstet werden“, berichtet ein Sprecher der Mine.

Für Leistung in allen Situationen gemacht
RadarEye wurde genau für solche erbarmungslosen Situationen konzipiert. Ob es nun eisig kalt ist und Schneestürme über die Olimpiada hinwegfegen oder große Staubwolken und extreme Hitze den Bedienern alles abverlangen – RadarEye ist für alles gerüstet. Das System ist sowohl wasserdicht (IP69) als auch vibrations- und schlagbeständig (15G + 26G) und bietet dank der Infrarottechnik in der Kamera auch eine optimale Nachtsicht.

Erfolgreiche und groß angelegte Implementierung mit dem Orlaco-Partner VIST Group
Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt 2016 wurden alle Bagger, Schaufellader, Kipper, Bulldozer, Radlader, Rohrleger, Motorerdhobel und andere Minenfahrzeuge mit dem Orlaco-System ausgestattet. Es ging insgesamt um 1.500 Kameras und 320 Monitore. Das erfolgte über die VIST Group, den bevorzugten Partner von Orlaco in Russland. Orlaco arbeitet weltweit mit diesen Partnern zusammen, die durch die regionale Ausschließlichkeit ihre Marktposition und ihren Ertrag ausbauen können. Orlaco unterstützt die Partner mit Produktinformationen, Marketingmaterialien, Demo-Equipment und sowohl technischem als auch geschäftlichem Support.

Rückgang von Unfällen und mehr Arbeitskomfort für die Fahrer
Nach zwei Jahren spricht man in Russland geradezu liebevoll von RadarEye. Seit die Systeme installiert wurden, hat die Sicherheit in der Mine zugenommen. Es gibt weniger Kollisionen, Zusammenstöße und Schadensfälle und die Radlader selber waren kaum noch in Zwischenfälle involviert. Daraus ergeben sich auch weniger Ausfallzeiten für die Fahrzeuge, was wiederum für mehr Effizienz sorgt. Die Fahrer sagen, dass sie sich beim Rückwärtsfahren nicht mehr durch Kurven quetschen müssen, wodurch körperliche Beschwerden zurückgegangen sind. Aber durch die bessere Sicht hat sich auch der Stress bei der Arbeit reduziert.

RadarEye auch in anderen russischen Goldminen
Unter anderem aus diesen Gründen bestückt PJSC Polyus nun auch die Fahrzeuge in einer zweiten sibirischen Mine mit den Sichtlösungen von Orlaco für schwere Nutzfahrzeuge. Es ist dabei möglich, dass die Radlader mit einer zusätzlichen Kamera ausgestattet werden, die den Bereich unter dem Kasten in Richtung Vorderseite der Maschine ins Bild rückt. Damit zeigt der russische Goldproduzent abermals auf, dass er die Sicherheit in der Mine und den Arbeitskomfort seiner Arbeitnehmer sehr ernst nimmt.

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